
Bisherige Maßnahmen und Leistungen:
Anlage eines Wildzaungatters für die Ausbringung von Lärchenpflanzen und Weißtannenwildlingen im räumlichen Zusammenhang mit vorhandenen Weißtannen-Althölzern;
Pflege der Weißtannen / Lärchen – Anpflanzung; Nachpflanzung und Bewässern (2023-25);
Pflanzung von Bergahorn-Pflanzen im Oktober 2024:
Pflanzung von Spitzahorn-Wildlingen im September 2025;
Kontrolle der Traubeneichensaat ganzjährig;
Anbringung von Saatgut-Depotkästen für Eicheln (im Oktober 2024);
Auffüllen von Saatgut-Depotkästen (2025);
Kontrolle sonstiger NV auf den Flächen;
Versuch zur Ausbringung von Rotbuchen-Saatgut durch Laubstreu (2024);
Erfolgreiche Ausbringung von Ebereschensaatgut in Verbindung mit den Strukturen des Weißtannen-Gatterzaunes mit der NAJU ( Presseartikel);
Zweimalige Begehung der Fläche (Frühsommer und Oktober) zur Beurteilung der Schadinsekten – Situation im verbliebenen Altholzblock nach Beräumung der Flächen westlich neben und über dem Ratssteinbruch;
Sanierung des Käferbefalls in den Fichtensaumbeständen Richtung Manebach durch den Stadtforst.
Der Revierförster Matthias Wetzel bemüht sich mit uns um die Erhaltung des erst 70 jährigen Fichten-Kiefern-Altholzblockes oberhalb unseres Weißtannen-Gatters als Wetterschutz sowie als Struktur für einen späteren Laubholz-Nachanbau zur Entwicklung eines ungleichaltrigen Mischbestandes.
Dazu sind eine minimale Auflichtung sowie Verbiß-Schutzmaßnahmen auf der Fläche erforderlich.
(Siehe Lage- und Maßnahmeplanvorschlag für das Projektgebiet oben.)
Im September 2024 erfolgte eine Begehung mit dem Bodenkundler Rüdiger Süß, vom Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha zur Ermittlung waldbaulicher Empfehlungen für das Projektgebiet unter den besonders schwierigen historisch/bergbaulichen bzw. geologisch/klimatischen Bedingungen dieses Standortes.

Weiterführende Maßnahmen und Leistungen:
Es besteht die gemeinsame Zielstellung, aus dem annähernd gleichaltrigen Kiefern-, Lärchen- Fichten- und Douglasien – Nadelwald durch Naturverjüngung und mittels Ergänzungspflanzungen in den nächsten Jahren, vor allem aus Gründen der Nachhaltigkeit und Biodiversität die Baumartenvielfalt um Weißtanne, Rotbuche, Berg- und Spitzahorn sowie Eichenarten zu erweitern und auch die vorhandenen Althölzer aus der Sicht des Artenschutzes für die Zukunft zu sichern.
In den Jahren 2023/24 stand dem Ilmenauer Stadtwald eine Forsteinrichtung auf Basis der modifizierten Methoden und Grundsätze der Landesforstverwaltung bevor. Damit war 2023 ein geeigneter Zeitpunkt, um einen Prozess einzuleiten, der unter Beteiligung der Zivilgesellschaft die notwendigen Weichenstellungen für die Zukunft vornimmt. Der NABU bietet sich an, diesen Prozess diskursiv und praktisch durch aktives Mitwirken zu unterstützen. Dabei spielt die Partizipation der örtlichen Bevölkerung an den Zielen der Nutzung und Entstehung eines „neuen Stadt-Waldes“ eine herausragende Rolle.
Unsere Vision ist es, einen naturnahen, standortgerechten, baumartenreichen, und ungleichaltrigen Dauerwald zu etablieren, der durch seine Stabilität und Plastizität Risiken durch schädigende Einflüsse kompensieren kann, sich selbst verjüngt und eine nachhaltige, multifunktionale Nutzung ermöglicht.
Um dieses Ziel zu erreichen sind unseres Erachtens folgende Prinzipien umzusetzen: